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Der Fluss des geliehenen Lebens. Das Totenfest bei den Ngaju Dayak.

 

Der Fluss des geliehenen Lebens.
Der Fluss des geliehenen Lebens. Der Fluss des geliehenen Lebens. Der Fluss des geliehenen Lebens.
Der Fluss des geliehenen Lebens. Der Fluss des geliehenen Lebens. Der Fluss des geliehenen Lebens.

Der ethnologische Film „Fluß des geliehenen Lebens“, 120`min, (engl. „Bury me twice“) wurde 1993 in Mittelkalimantan gedreht und von der DFG und dem IWF finanziert. Der Film handelt vom Totenfest, der Sekundären Bestattung bei den Ngaju-Dayak, genannt das Tiwah. 

„Fluß des geliehenen Lebens“ ist die Bezeichnung der irdischen Existenz in der Sakralsprache der Ngaju-Dayak. Das menschliche Leben erscheint ihnen als sorgenvolle vorübergehende Phase der Vergänglichkeit. Der Tod wird deshalb nicht als tragisches Ereignis empfunden, sondern verspricht Zugang zu einem ewig währenden Leben im Totendorf in der Oberwelt. 

Während eines Tiwah werden die verschiedenen Bestandteile der Seele des Verstorbenen (die Totenseele, die Blut- und Fleischseele, die Knochenseele) in das Totendorf Lewu Tatau in der Oberwelt begleitet. Gleichzeitig werden die Gebeine des Verstorbenen in einen kunstvoll verzierten Knochenschrein gebettet. Die sakralen Gesänge sind von großer Wichtigkeit. Bevor die Seelen der Verstorbenen ihre letzte Reise antreten, wird der gesamte Kosmos mit Pflanzen, Tieren und Menschen durch das Rezitieren des Schöpfungsmythos noch einmal neu erschaffen. 

Der Film zeigt die verschiedenen Rituale, die 1993 anläßlich eines Tiwah im Dorf Tumbang Malahui, Mittelkalimantan durchgeführt wurden. Das Tiwah wurde von 23 Familien für 35 verstorbenen Verwandte veranstaltet. Neun Priester und ein Seelenbegleiter führten die Rituale durch. Das Totenfest dauerte insgesamt 33 Tage. 

Filmauszeichnungen:

  • Auszeichnung beim ethnographischen Filmfestival 1994 in Rumänien.

  • Der Film in der englischen Fassung „Bury me twice“ wurde als der beste ethnographische Film in „Jean Rouch Filmfestival 1995“ in Paris nominiert. 

  • 1996 bekam der Film einen „Award of Excellence“ von der American Anthropological Association.

 

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